Granlund’s gesamheitliche BIM-Implementierung – swissBIM

Granlund’s gesamheitliche BIM-Implementierung

Grandlund’s Motto:
Less energy gives more.

Das finnische Ingenieurbüro Granlund OY ist in der BIM-Welt positiv für BIM in konsequenter Anwendung bekannt: von Geschäftsmodell  über Mitarbeit in Normenkommissionen bis hin zur selbstentwickelten Datentechnik. Vergangene Woche hatte ich nun die Gelegenheit zum direkten 1:1-Gespräch in Helsinki. Dieser Artikel sortiert offen zugängliche Informationen über Granlund aufgrund der persönlichen Erläuterungen. Für BIM in der Schweiz gibt es einige bemerkenswerte Ansätze.

Zunächst fallen  Erfahrung, Bodenständigkeit und Offenheit auf. Granlund’s Erfahrung ist umfassend und begann in den 1990er Jahren. Die Ingenieure erkannte früh der Mehrwert vernetzter Arbeitsweisen: gesamtheitliche Lösungen auf Basis transdiziplinärer Arbeit. Die gleichzeitige Betrachtung von Form, Struktur, Ressourcenbedarf, Technologie und Kosten wird durch BIM einfacher. Zudem hilft die Vernetzung auf Datenebene Gebäudemodelle einfacher mit Informationen anzureichern und dadurch weniger Planungsfehler zu erreichen.

Trotz dieser langjährigen Erfahrungen zeigt sich die BIM Implementierung von Granlund überraschend bodenständig. Das Ingenieurbüro setzt auf die erprobte und belastbare Software. Nicht jede neue Software wird integriert. Und es wird auf eine pragmatische Nutzung von IFC-Dateien gesetzt, welche abwärtskompatibel zu nicht-bimmenden Partnern ist.

Am überraschendsten war die Offenheit meines Gesprächspartners. Aus meiner Zeit in Dänemark ist mir die skandinavische Freude an gegenseitigem Austausch von Informationen und Erfahrungen bekannt. Allerdings verschliessen sich viele Firmen nach der erfolgreichen BIM-Implementierung. Anders im Gespräch mit Granlund. So kamen wir auf identische Herleitungen und Vokabeln unserer jeweiligen Arbeitsweisen, obwohl wir vorher nie Kontakt hatten. Insbesondere die Arbeitsweise zu BIM in frühen Entwurfsphasen (earlyBIM) ist identisch mit meinem Ansatz von ‚greenBIM‘: erst die Ziele definieren, dann Varianten der Raumanordnung mittels passenden Tools evaluieren. Die vernetzte Erarbeitung von Inhalten liefert Fachexperten als Auftraggebern jene Mehrwerte, die zu langfristig besseren Gebäuden führen. Ich freue mich über den Kontakt.

Autor: Odilo Schoch

03. Dezember 2013 von Odilo Schoch
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